Aserbaidschan
Brücke-Reisen-Begegnungsreisen im Orient

Begegnungsreisen im Orient

Aserbaidschan ist ein Land mit einer wechselhaften Geschichte und abwechslungsreicher Natur. Ein Land, das sich an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien befindet. Aserbaidschan ist ein hochinteressantes Reiseziel, das bislang kaum vom Tourismus entdeckt worden ist. Da findet man vorzeitliche Felsmalereien, legendenumwobene Heiligtümer der Feueranbeter, mittelalterliche Burgen und historische Ölfelder, auf denen rostige Pumpen bereits seit über hundert Jahren den begehrten Rohstoff aus der Erde saugen. Die landschaftlichen Gegensätze wie das Kaspische Meer, die schneebedeckten Kaukasusgipfel, die subtropischen Ebenen und die wüstenähnlichen Steppen sind reizvoll und vielfältig. Außerdem laden Nationalparks zu Wanderungen und Naturbeobachtungen ein. Früher verlief durch Aserbaidschan einst ein Teil der Seidenstraße. Davon überzeugt die von UNESCO als Weltkulturerbe geschützten Bakuer Altstadt mit ihren Moscheen, Hammams und Karawansereien und lässt Besucher in den Orient eintauchen.


Dank ihrer geographischen Isolation, in den abgeschiedenen Höhen des Kaukasus blieben uns uralte Dörfer mit ihren einzigartigen Kulturen und Sprachen erhalten. Aserbaidschan ist gerade bei Geologen dafür bekannt, dass es hier die weltweit meisten Schlammvulkane gibt, hervorgetrieben durch unterirdische Gasvorkommen. Einmal auf einem solchen Vulkan zu stehen und zu beobachten, wie sich das aufsteigende Erdgas langsam durch die Schlammassen schiebt, um schließlich an der Oberfläche in riesigen Blasen zu zerplatzen, ist ein faszinierendes Erlebnis.


Unsere Studien-Reisen zeichnen sich durch ein dichtes Programm aus. Wir bringen Ihnen fremdes Kulturgut und die Lebensweise der orientalischen Welt näher, indem Sie diese Länder in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernen, in Kultur und Alltag eintauchen, Menschen und Landschaften so behutsam begegnen, dass Sie überall herzlich willkommen sind, und dabei auch Zeit finden für sich zum Genießen und Entspannen.

Und wenn wir in touristisch kaum erschlossene Regionen aufbrechen, so begeben wir uns doch in Schonräume der Natur und in die Lebensräume abgeschieden lebender Völker.

Unsere Reiseangebote nach Aserbaidschan

NIZAMI - Im Land des Feuers und der Dichter

NIZAMI - Im Land des Feuers und der Dichter

NACHTSCHIWAN - Unbekanntes Territorium

NACHTSCHIWAN - Unbekanntes Territorium

Wissenswertes zu Aserbaidschan

Landesinfos:


Einreisebestimmungen

Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Einreisevisum, das vor Antritt der Reise bei der Aserbaidschanischen Botschaft in Berlin beantragt werden muss.

Reisende, deren Pässe armenische Visa enthalten, müssen bei der Einreise nach Aserbaidschan mit längeren Wartezeiten rechnen.

Reisende, deren Pässe Visa und/oder Einreisestempel der sog. "Republik Berg-Karabach" enthalten, wird kein Visum für die Einreise nach Aserbaidschan erteilt.


Zollbestimmung

Bei Ein- und Ausreise sind Zolldeklarationen auszufüllen. Die Formulare sind, soweit sie nicht im Flugzeug verteilt werden, in der Flughafenempfangshalle erhältlich. Ausländer können in unbegrenzter Höhe Devisen einführen. Diese müssen beim Zoll deklariert und ihr Verbleib bei der Ausreise nachgewiesen werden.

Einige Waren können nur in beschränktem Umfang bzw. unter Vorbehalt der Vorlage einer entsprechenden Genehmigung ausgeführt werden.

Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der aserbaidschanischen Botschaft in Berlin erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.


Impfungen

Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Es wird aber empfohlen, vor Reiseantritt zusammen mit einem Arzt den Impfschutz zu überprüfen. Hierbei ist insbesondere auf einen ausreichenden Impfschutz gegen Polio, Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A zu achten (Auffrischungsimpfungen alle 10 Jahre). Bei besonderer Exposition können folgende weitere Impfungen empfohlen sein: Hepatitis B (z.B. Langzeitaufenthalte), Typhus (z.B. Aufenthalt unter einfachen hygienischen Bedingungen), Tollwut (z.B. Langzeitaufenthalt - Tierkontakte).


Ortszeit

MEZ + 3. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ + 4 (Sommerzeit in Aserbaidschan = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) + 3 Std.). Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Sommer und im Winter jeweils + 3 Std.


Sprache

Staats- und Amtssprache ist seit Ende der Sowjetunion allein Aserbaidschanisch. Seit Dezember 1992 gilt wieder die türkisch-lateinische Schrift und diese ist seit August 2000 allgemein für den amtlichen Schriftverkehr verbindlich.

Die Bedeutung des Russischen nimmt immer mehr ab. Jugendliche in Baku sprechen als erste Fremdsprache in der Regel Englisch. Immer mehr junge Aserbaidschaner bekunden Interesse für Deutsch, Französisch und Spanisch. Armenisch (2 %) wird ebenfalls gesprochen.


Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung ist kostenlos, und auch Touristen werden in Notfällen weitgehend unentgeltlich behandelt. Außerhalb von Baku ist sie nicht immer gewährleistet. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte seine Reiseapotheke ausreichend bestücken. Angesichts der Arzneimittelknappheit, veralteter Geräte und der insgesamt unzulänglichen medizinischen Versorgung wird der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notrückführung dringend empfohlen.

In Baku gibt es eine deutsche Ärztin (Internistin), Dr. Kristin Kriesel: Ul. Rashida Behbudowa 30, Tel.: (0099 - 0412 - 493 40 89 / 493 73 54. Die Praxis verfügt über Untersuchungs- und Laboreinrichtung. In Nachbarschaft zur deutschen Botschaft befindet sich die Dental Clinic von Dr. Erdal Vural. In der Zahnklinik "Elay Ankara", (Tagyev küc. 14, 370004 Baku, Tel.: 498 48 17) arbeitet Dr. Bülent Yazar Buyruk, ein türkischer Zahnarzt, der gut Englisch spricht.


Gesundheitstipp

Vorsicht ist geboten beim Genuss von ungewaschenem Obst sowie ungekochten Speisen, insbesondere von mit Mayonnaise zubereiteten Salaten. Auf keinen Fall sollte das Leitungswasser getrunken werden, ebenso empfiehlt sich der Verzicht auf Eiswürfel. Beim Genuss von Tee und Kaffee bestehen keine Bedenken, kalte Getränke hingegen sollten aus versiegelten Flaschen bzw. Packungen stammen.


Klima

In der subtropischen Zone gelegen, weist das Klima Aserbaidschans reliefbedingt erhebliche Unterschiede auf. In den Niederungen herrscht Halbwüsten- und Steppenklima, in den Küstengebieten dagegen findet sich subtropisches Klima.

In den Ebenen herrscht warmes, trockenes Wetter vor. In Bergregionen und Niederungen kann es auch recht kühl werden. Höchste Niederschlagsmenge im Westen.


Währung

Manat ist die Währung Aserbaidschans. 1 Manat ist unterteilt in 100 Qepik. Die Währung wurde 1992 eingeführt und existierte zunächst parallel zu dem aus der Sowjetzeit übernommenen Rubel. Anfang 1994 wurde der Manat alleinige Landeswährung. Am 1. Januar 2006 wurde der alte Manat (AZM) durch den neuen Manat (AZN, 1 neuer Manat = 5000 alte Manat) ersetzt. Die neuen Banknoten und Münzen wurden von Robert Kalina, dem Designer der Eurobanknoten, gestaltet. Das neue Zeichen für den Manat, "M" ein symbolisches M, ähnelt einem um 90 Grad nach rechts gekippten Eurozeichen. Banknoten für den alten Manat gab es in folgender Stückelung: 1, 5, 10, 50, 100, 250, 500, 1000, 10.000, 50.000 Manat. Münzen gab es zu 5, 10, 20 und 50 Qepik.

Für den neuen Manat gibt es Münzen zu 1, 3, 5, 10, 20 und 50 Qepik, sowie Banknoten zu 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Manat. Nach dem gegenwärtigen Wechselkurs entspricht 1 Euro 1,05 Manat (01.12.2011).


Geldwechsel

Euro und US-Dollar werden fast überall angenommen und können an Flughäfen, in Wechselstuben, Hotels, einigen Läden, einigen Restaurants und größeren Banken eingetauscht werden. Einige Hotels, Restaurants und Wechselstuben akzeptieren keine Dollar-Scheine, die vor 1992 ausgestellt wurden. Sie sollten Banknoten in kleinen Stückelungen mit sich führen und nach Bedarf kleinere Mengen umtauschen. Schwarzmarktkurse sind nicht wesentlich günstiger als offizielle Wechselkurse. Mittlerweile gibt es in Baku einige Geldautomaten.


EC- / Maestro-Karte / Sparcard

Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.


Kreditkarten

werden in größeren Hotels, einigen Restaurants und allen Banken in Baku akzeptiert. Bargeldzahlung wird jedoch generell vorgezogen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.


Reiseschecks

werden nur in Ausnahmen angenommen.


Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt und muss bei der Einreise deklariert werden.

Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist maximal in der Höhe des angegeben eingeführten Betrages, abzüglich der Umtauschbeträge, erlaubt. Deklarations- und Umtauschbelege sollten gut aufbewahrt werden.


Essen und Trinken

Die aserbaidschanische Küche setzt sich aus türkischen, georgischen und zentralasiatischen Elementen zusammen. Das Nationalgericht Plow kann enttäuschend (mit pampigem Reis und fettem Hammelfleisch) oder vorzüglich ausfallen (duftend und würzig mit Pinienkernen, Gemüse und Trockenobst neben dem obligatorischen Reis und Fleisch). Manche Arten Plow enthalten Hühner- anstelle von Hammelfleisch und zusätzlich Kastanien. Schaschlik vom Grill ist beliebt, darunter Lyulya Kebab, gewürztes Hackfleisch vom Lamm am Spieß, das oft an Straßenständen erhältlich ist. Mahlzeiten werden oft mit einer dickflüssigen Suppe wie etwa Piti eingeleitet, einem Hammelfleischeintopf mit Kichererbsen, der in irdenen Töpfen auf kleiner Flamme im Ofen gegart und anschließend in denselben Gefäßen serviert wird. Dogva ist eine scharfe Joghurt- und Spinatsuppe mit Reis und Fleischklößchen. Stör kommt frisch und geräuchert auf den Tisch, und Kaviar kommt traditionell aus dem Kaspischen Meer. Kutab-Pasteten mit Spinat- oder Kürbisfüllung, eine weitere Spezialität der Region, sind den türkischen Birekas ähnlich. Ein beliebtes Erfrischungsgetränk ist ??rb?t (Schärbät), das aus Milch oder Zitrone, Minze oder Basilikum, aber auch aus vielen anderen verschiedenen Früchten zubereitet wird.

Wein und Weinbrand werden örtlich hergestellt, russischer Wodka ist beliebt, und importierte Spirituosen werden als Zeichen des Wohlstands geschätzt.


Wasser

Das Leitungswasser sollte nicht als Trinkwasser verwendet werden, nur für das Zähneputzen. Man soll Mineralwasser aus verschlossenen Flaschen trinken.


Elektrische Geräte und Anschlüsse

Die Netzspannung beträgt in der Regel 220 V, 50 Hz, jedoch örtlich schwankend. Europäische, 2-polige Stecker.


Telefon

Internationale Direktdurchwahl nach Aserbaidschan. Von Baku aus ist eine internationale Direktdurchwahl ins Ausland möglich, von anderen Landesteilen müssen internationale Anrufe durch die Vermittlung getätigt werden. Es gibt öffentliche Kartentelefone. Die Telefonkarten sind u. a. in Postämtern erhältlich.


Mobiltelefon

GSM 900 deckt die Hauptstadt und die größten Städte ab. Örtliche Mobilnetzanbieter sind Azercell (www.azercell.com) und Bakcell (beide GSM-Netz 900). Es bestehen zahlreiche Roaming-Verträge mit internationalen Anbietern.


Internet / E-Mail

Internetzugang ist weit verbreitet. Netzanbieter umfassen AdaNet (www.azdata.net), Azerin (www.azerin.com), AzEuroTel (www.azeurotel.com) and Bakinternet (www.bakinter.net). In den großen Städten gibt es zahlreiche Internetcafés, von denen einige rund um die Uhr geöffnet haben. Neben Internetanschluss bieten Internetcafés auch die Möglichkeit zu faxen, scannen und zu fotokopieren.


Post

Der internationale Postverkehr ist manchmal unterbrochen und es kommt zu Verzögerungen. Briefe nach Westeuropa brauchen normalerweise 10 -14 Tage. Pakete sollte man per Einschreiben senden, um die Beförderung zu beschleunigen.


Taxi

Es ist für Touristen das gängigste Verkehrsmittel. Man sollte den Fahrpreis grundsätzlich vor der Abfahrt vereinbaren. Es ist ratsam, sich im Voraus über die üblichen Tarife zu informieren.


Filmen und Fotografieren

Nach Armenien sollten Sie unbedingt einen Fotoapparat mitnehmen, weil sich außergewöhnlich viele Motive anbieten und die Bedingungen zum Fotografieren bei den Lichtverhältnissen geradezu ideal sind. Es ist strengstens verboten, militärische Anlagen, Hafeneinrichtungen und Flugplätze zu fotografieren, ebenso in großen Museen. Bei einigen kulturellen Besichtigungsstätten ist Filmen und Fotografieren nur gegen Entrichtung einer Gebühr möglich. Videokameras müssen bei der Einreise angemeldet werden.


Einkaufen / Souvenirs

Wer sich einen echten aserbaidschanischen Teppich als Souvenir mit nach Hause nehmen möchte, sollte in die Teppichweberei nach Nardaran fahren. Einheimische Seide, Keramikwaren und andere Kunstgewerbeartikel kann man auf dem Sharg Bazar in Baku erstehen Teppiche oder andere Waren, die vor 1960 hergestellt wurden, unterliegen einer Steuer, und können nur mit einer Genehmigung des Kulturministeriums ausgeführt werden. Artikel, die in Kunstgalerien oder Souvenirläden zum Verkauf angeboten werden, haben diese Bescheinigung meist schon. Wer an Marktständen oder von Privatpersonen kauft, muss sich die Genehmigung besorgen. Öffnungszeiten der Geschäfte sind Montag - Samstag von 09.00 -17.00 Uhr.


Trinkgeld

Jeder, der einen Dienst für Sie leistet, erwartet ein Trinkgeld: Kofferträger, Busfahrer, Führer, Hotelangestellte usw. Sie sollten daher immer etwas Kleingeld parat haben und Verständnis zeigen, weil Trinkgelder in Aserbaidschan oft ein wesentlicher Bestandteil des Einkommens sind.


‚Check-Out und Check-In’ in den Hotels

Es ist international üblich, Hotelzimmer spätestens bis 12 Uhr zu räumen. Der Bezug der Unterkünfte kann in den meisten Fällen nicht vor 14 Uhr erfolgen. Bitte denken Sie daran, dass sich diese Notwendigkeit auch nicht ändert, wenn die Ankunft bereits frühmorgens oder die Weiterreise erst abends ist.


Programmänderung

Durch unvorhersehbare Umstände können Programmumstellungen notwendig werden, auch ohne vorherige Ankündigung. Ausflüge und Besichtigungen können in einer anderen Reihenfolge stattfinden.


Umgangsregeln „andere Länder - andere Sitten“

Wer als Besucher das Verhalten der Aserbaidschaner verstehen will, sollte folgendes beachten: Aserbaidschaner denken und leben anders, als man es in Mitteleuropa gewohnt ist. Sie haben andere Wertvorstellungen und Gepflogenheiten, über die man sich als Fremder nicht hinwegsetzen sollte. Bitte vermeiden Sie vor allem in ländlicher Umgebung zu leichte Bekleidung. Wer Menschen fotografieren möchte, sollte dies mit Takt und Einfühlungsvermögen tun und vorher um Erlaubnis fragen.

Aserbaidschaner sind sehr freigiebig und machen gern Geschenke, vor allem in Form von Blumen, Souvenirs und kleinen Leckereien. Um soviel Freundlichkeit erwidern zu können, packt man am besten einige Kleinigkeiten ins Reisegepäck. Einheimische Frauen halten sich meist sehr im Hintergrund. Sie servieren ausländischen Gästen das Essen, werden jedoch fast nie daran teilnehmen.

Sie freuen sich über einen Blumenstrauß, aber man sollte nicht versuchen, sie in lange Gespräche zu verwickeln. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Visitenkarten werden nicht nur bei geschäftlichen Treffen, sondern in der Regel auch beim ersten persönlichen Vorstellen überreicht.