Armenien
Brücke-Reisen-Begegnungsreisen im Orient

Begegnungsreisen im Orient

Armenien, das kleine Land im äußersten Osten Europas bietet dem Reisenden eine Fülle von kulturgeschichtlichen Höhepunkten. Hier stoßen wir auf einen ausgeprägten Regionalismus voller Kontraste, eben wie er typisch für Gebirgsländer ist. Entlegene, aber ungemein beeindruckende Klosterruinen, einst belebte und belebende geistige und geistliche Zentren einerseits, die karge, doch einmalige Landschaft im Hochland Armeniens andererseits. „Hajastan“ wie die Armenier ihr Land nennen: „Land aus Stein“. Vor allem der nur in der trockenen Luft gedeihende Tuff ist es, der den Armeniern viel Jahrhunderte lang als Baustoff diente und der Kathedralen und Klöster den häufigen Erdbeben trotzen ließ.


Erloschene und von Eis und Schnee bedeckte Vulkanriesen überragen das armenische Hochland: Die höchsten Gipfel Ararat (5.165 m), heute in der Osttürkei gelegen, Sipan (4.434 m) und Aragaz (4.098 m), mythen- und legendenumrankt, dienen als Wohnstatt für Götter und Dämonen. Wir sind unterwegs in einem Land voller Vielfalt, mit grandiosen Landschaftspanoramen. Besonders eindrucksvoll auch die faszinierende Berglandschaft im Norden, zur Grenze nach Georgien hin, die mit vielen kleinen Gebirgszügen und wilden Schluchten zwischen 1.800 m und 2.500 m Höhe begeistert.


Überall im Land erleben wir Begegnungen mit sympathischen Menschen, sowie die Höhepunkte der Wiege des östlichen Christentums, das hier eineinhalb Jahrtausende lang dominierte und zahlreiche herausragende Kultbauten hinterlassen hat. Dazu eine faszinierende Konzentration historischer Tempel-, Kloster- und Kirchenbauten.


Unsere Studien-Reisen zeichnen sich durch ein dichtes Programm aus. Wir bringen Ihnen fremdes Kulturgut und die Lebensweise der orientalischen Welt näher, indem Sie diese Länder in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernen, in Kultur und Alltag eintauchen, Menschen und Landschaften so behutsam begegnen, dass Sie überall herzlich willkommen sind, und dabei auch Zeit finden für sich zum Genießen und Entspannen.


Und wenn wir in touristisch kaum erschlossene Regionen aufbrechen, so begeben wir uns doch in Schonräume der Natur und in die Lebensräume abgeschieden lebender Völker.


Die Begegnung mit Menschen dieser Länder mit ihren anderen Wertvorstellungen und ihrer fremden Lebensart sind eines der tiefsten Erlebnisse für Sie. Gleichzeitig liegt darin die Chance zum besseren, gegenseitigen Verständigen.

Unsere Reiseangebote nach Armenien

LAVASCH - Sakrales Gesäng in Höhenklöstern

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NAIRA - 3000 Jahre Geschichte zwischen West und Ost

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Wissenswertes zu Armenien

Landesinfos:


Einreisebestimmungen

Deutsche Bürger benötigen einen Pass, der noch mindestens sechs Monate über das Reiseende hinaus Gültigkeit haben muss. Ein Touristenvisum wird nach der Ankunft am Flughafen in Jerevan ausgestellt. Es hat sich bewährt, eine Kopie des Reisepasses aufzubewahren.


Zollbestimmung

Die Ausfuhr von Antiquitäten und Kunstgegenständen (z. B. Teppiche, Bilder) unterliegt Beschränkungen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen über nationales Kulturgut Armeniens. Exportgenehmigungen sind einfach zu erhalten. Verstöße gegen die Ausfuhrbestimmungen können zu Gefängnisstrafen führen. Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt, Fremdwährung ab einem Wert von 10.000 US$ ist deklarationspflichtig. Die Ausfuhr der Landeswährung ist unbeschränkt möglich, die Ausfuhr von Fremdwährung nur in Höhe der deklarierten Einfuhrbeträge abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis).


Impfungen

Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Aber das Auswärtige Amt empfiehlt einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene sollten anlässlich einer Reise überprüft und vervollständigt werden.


Ortszeit

MEZ + 2. Letzter Sonntag im März bis letzter Sonntag im Oktober: MEZ +3 (Sommerzeit in Armenien = Standardzeit MEZ (Winterzeit in Mitteleuropa) +3 Std.). Differenz zu Mitteleuropa beträgt in Mitteleuropa im Sommer und Winter jeweils + 2 Std.


Sprache

Die Amtssprache ist Armenisch, die zu den indoeuropäischen Sprachen gehört. Unter diesen bildet das Armenische einen eigenen Zweig. Armenisch wird mit einem eigenen Alphabet geschrieben, das ganz verschieden von den anderen ist. Aber die Geschäfte und alle Amtshäuser haben auch Schilder mit lateinischer Schrift. Teilweise wird auch Russisch und Kurdisch gesprochen. Viele können auch Englisch.


Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung ist grundsätzlich gewährleistet, entspricht jedoch nicht immer europäischem Standard. Notfallversorgung ist in der Regel gegeben. Bei Behandlungen wird Barzahlung verlangt. Es gibt nicht immer feste Tarife für Ausländer. Ein großzügiges Trinkgeld verbessert die Versorgungslage im Krankenhaus erheblich, Quittungen für solche zusätzlichen Leistungen sind jedoch kaum zu erhalten. Einige Apotheken haben 24 Std. geöffnet. Medikamente aus den Herkunftsländern USA, GB, F, D, RUS, TUR und Osteuropa sind zum größten Teil erhältlich. Dennoch sollten ärztlich verordnete Medikamente im Rahmen des persönlichen Bedarfs, am besten mit ärztlichem Attest (in armenischer oder russischer Sprache) nachgewiesen, mitgebracht werden.

Wir empfehlen Ihnen die Mitnahme eine Konsultation Ihres Hausarztes beim Zusammenstellen Ihrer persönlichen Reiseapotheke.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird dringend empfohlen.


Gesundheitstipp

Vorsicht ist geboten beim Genuss von ungewaschenem Obst sowie ungekochten Speisen, insbesondere von mit Mayonnaise zubereiteten Salaten. Auf keinen Fall sollte das Leitungswasser getrunken werden, ebenso empfiehlt sich der Verzicht auf Eiswürfel. Beim Genuss von Tee und Kaffee bestehen keine Bedenken, kalte Getränke hingegen sollten aus versiegelten Flaschen bzw. Packungen stammen.


Klima

Kontinentalklima mit heißen trockenen Sommern und kalten Wintern.

Die Durchschnittstemperatur im Januar beträgt -6°C, im Juli 30°C. Während des Sommers kann es tagsüber heiß und trocken, nachts empfindlich kalt werden. Die Gipfel der hohen Bergen sind von dem ewigen Schnee bedeckt. Die beste Reisezeit ist Mai/Juni und September/Oktober.


Währung

Der Dram (AMD) ist die Währung Armeniens.1 Dram ist unterteilt in 100 Luma. Der Dram wurde 1993 eingeführt, er löste den russischen Rubel ab. Im Umlauf sind Banknoten zu 1000, 5.000, 10.000, 20.000, 50.000 und 100.000 Dram. Die Banknoten zu 500, 20.000 und 50.000 Dram sind im Umlauf kaum vorhanden. Dazu Silbermünzen in einer Stücklung von 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Dram. Nach dem gegenwärtigen Wechselkurs entspricht 1 Euro 498.59 AMD (01.12.2011).


Geldwechsel

Fremdwährungen können an Flughafen, in Wechselstuben, Banken und in den meisten Hotels und Geschäften getauscht werden. Die Annahme von US-Dollar ist offiziell verboten. Preise werden oft in US-Dollar notiert und zum Tageskurs in Dram angenommen. Es empfiehlt sich nicht viel Geld zu wechseln, da beim Rücktausch von armenischen Dram stets Verlust entsteht.


EC- / Maestro-Karte / Sparcard

Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden in Armenien in einigen Geschäften, jedoch an Geldautomaten selten akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.


Kreditkarten

Kreditkarten werden in einigen größeren Hotels, gehobenen Restaurants und Geschäften angenommen. In Jerevan gibt es einige Bankautomaten, an denen mit Kreditkarte, auch mit EC-Karte Bargeld in der Landeswährung abgehoben werden kann.


Reiseschecks

werden in einigen Hotels und Geschäften akzeptiert und können in Jerevan an der Arminpex-Bank und der HSBC Armenia Bank eingelöst werden. Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein.


Essen und Trinken

In Armenien zeichnet sich wieder eine Cafe- und Restaurantkultur ab. Gegrilltes Kalbfleisch und Lammsuppe mit Pinienkernen gehören zu den Spezialitäten der armenischen Küche. Lammfleisch ist traditionell Bestandteil vieler armenischer Gerichte und wird oft gegrillt oder als Schaschlik mit Fladenbrot serviert. Lamm wird auch als Suppengrundlage verwendet, vor allem in der Bozbash, die in unzähligen Variationen auftritt, oder als Eintopf, oft zusammen mit Obst und Nüssen. Eine Mahlzeit fängt oft mit einer großen Platte kalter Vorspeisen an, darunter mit Reis und Fleisch gefüllte Paprikaschoten und Weinblätter, eingelegtes und frisches Gemüse, salziger weißer Schafskäse, der mit frischen grünen Kräutern und Fladenbrot gegessen wird, sowie verschiedene Sorten Basturma (Pökelfleisch). Getrockneten Aprikosen aus dem Kaukasus werden fast magische gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Eine weitere Nachtisch-Spezialität wird aus eingedicktem Traubensaft hergestellt. Dieser wird in verfestigter Form zusammen mit Nüssen gegessen. Die Produktion von armenischem Wein und Weinbrand wurde in den achtziger Jahren im Zuge von Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne stark eingeschränkt. Nach der Traubenernte wird in Armenien an zahlreichen Straßenständen sprudelnder, leicht fermentierter Traubensaft verkauft. Kaffee wird stark, schwarz und in kleinen Tassen angeboten.


Wasser

Das Leitungswasser sollte nicht als Trinkwasser verwendet werden, nur für das Zähneputzen. Man soll Mineralwasser aus verschlossenen Flaschen trinken.


Elektrische Geräte und Anschlüsse

Die Netzspannung beträgt in der Regel 220 V, 50 Hz, jedoch örtlich schwankend. Europäische, 2-polige Stecker.


Telefon

Internationale Direktdurchwahl nach Jerevan und in einige Regionen. Die nationale Telefongesellschaft heißt Armentel (www.armentel.com/eng/home.htm). Für Ferngespräche ins Ausland und zur Umgehung der Kommunikationsprobleme innerhalb des Landes nutzt Armentel internationale Satellitenverbindungen. Es gibt öffentliche Kartentelefone, von denen sich über 90 % in Jerevan befinden. Die Telefonkarten sind u. a. in Postämtern erhältlich.


Mobiltelefon

GGSM 900 wird verwendet. Die Hauptmobilnetzanbieter sind Armentel (www.armentel.com) und VivaCell (www.vivacell.am), deren Service fast flächendeckend ist. Für internationale Gespräche werden Prepaid-Karten genutzt.


Internet / E-Mail

Örtlicher Internetanbieter ist u. a. Arminco (www.arminco.com). In Jerevan gibt es zahlreiche Internetcafés, von denen einige rund um die Uhr geöffnet haben. Neben Internetanschluss bieten Internetcafés auch die Möglichkeit zu faxen, scannen und zu fotokopieren.


Post

Der internationale Postverkehr hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Die Hauptpost in Jerevan ist Mo - Fr von 09.00 -17.00 Uhr geöffnet und befindet sich am Platz der Republik. In Postämtern kann Geld gewechselt, telefoniert, Postkarten und Telefonkarten gekauft und Postsendungen abgeschickt oder empfangen werden. Internationale Kuriere unterstützen das nationale Postsystem.


Taxi

Es ist für Touristen das gängigste Verkehrsmittel. Man sollte den Fahrpreis grundsätzlich vor der Abfahrt vereinbaren. Es ist ratsam, sich im Voraus über die üblichen Tarife zu informieren.


Filmen und Fotografieren

Nach Armenien sollten Sie unbedingt einen Fotoapparat mitnehmen, weil sich außergewöhnlich viele Motive anbieten und die Bedingungen zum Fotografieren bei den Lichtverhältnissen geradezu ideal sind. Es ist strengstens verboten, militärische Anlagen, Hafeneinrichtungen und Flugplätze zu fotografieren, ebenso in großen Museen. Bei einigen kulturellen Besichtigungsstätten ist Filmen und Fotografieren nur gegen Entrichtung einer Gebühr möglich. Videokameras müssen bei der Einreise angemeldet werden.


Einkaufen / Souvenirs

Obwohl sich die armenische Wirtschaft erst langsam entwickelt, werden laufend neue Geschäfte eröffnet. Diverse Kunstgewerbeartikel aus Seide, Keramik und Holz sowie Gemälde werden in Jerevaner Galerien verkauft. Antiquitäten wie Ikonen, Läufer und Teppiche sind sehr teuer und können nur mit einer besonderen Genehmigung exportiert werden. Diese erhält man nur, wenn der Kauf in einem offiziellen Laden und nicht auf einem Markt oder von einer Privatperson getätigt wurde. Waren aller Art werden am Vernisaj-Flohmarkt in Jerevan angeboten. Die Einkaufszeiten der Geschäfte sind von 09.00 -18.00 Uhr, im Sommer haben die meisten Läden länger geöffnet.


Trinkgeld

Jeder, der einen Dienst für Sie leistet, erwartet ein Trinkgeld: Kofferträger, Busfahrer, Führer, Hotelangestellte usw. Sie sollten daher immer etwas Kleingeld parat haben und Verständnis zeigen, weil Trinkgelder in Armenien oft ein wesentlicher Bestandteil des Einkommens sind.


‚Check-Out und Check-In’ in den Hotels

Es ist international üblich, Hotelzimmer spätestens bis 12 Uhr zu räumen. Der Bezug der Unterkünfte kann in den meisten Fällen nicht vor 14 Uhr erfolgen. Bitte denken Sie daran, dass sich diese Notwendigkeit auch nicht ändert, wenn die Ankunft bereits frühmorgens oder die Weiterreise erst abends ist.


Programmänderung

Durch unvorhersehbare Umstände können Programmumstellungen notwendig werden, auch ohne vorherige Ankündigung. Ausflüge und Besichtigungen können in einer anderen Reihenfolge stattfinden.


Umgangsregeln „andere Länder - andere Sitten“

Wer als Besucher das Verhalten der Armenier verstehen will, sollte folgendes beachten: Armenier denken und leben anders, als man es in Mitteleuropa gewohnt ist. Sie haben andere Wertvorstellungen und Gepflogenheiten, über die man sich als Fremder nicht hinwegsetzen sollte. Bitte vermeiden Sie vor allem in ländlicher Umgebung zu leichte Bekleidung. Wer Menschen fotografieren möchte, sollte dies mit Takt und Einfühlungsvermögen tun und vorher um Erlaubnis fragen.

Das gesellschaftliche Leben spielt sich im eigenen Heim ab, Einladungen werden gern ausgesprochen. Armenier sind großzügig und gastfreundlich. Gästen werden trotz aller Knappheit üppige Mahlzeiten vorgesetzt, und ein ums andere Mal werden die Gläser auf das Wohl der Gäste geleert. Eine kleine Aufmerksamkeit wie Blumen, Schokolade oder eine Flasche Importwein wird gern gesehen. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Visitenkarten werden nicht nur bei geschäftlichen Treffen, sondern generell auch häufig bei der ersten Begegnung mit jemandem überreicht. Die Gespräche kreisen zwangsläufig um die Politik, jedoch ist Zurückhaltung angebracht.