Dahabiyah
Brücke-Reisen-Begegnungsreisen im Orient

Begegnungsreisen im Orient

Ägypten - Christliche Reisen - Dahabiyah - in Arbeit

Auf Arabisch heißt Dahabiyah „die Goldene“, damit war die rund um das Schiff vergoldete Stoßkante und alles weitere gemeint, was im Sonnenlicht golden aufleuchtete. Während es heute mehr als 300 Kreuzfahrtschiffe gibt, die jede Saison auf den 220 km zwischen Luxor und Assuan in unablässiger Folge wie Perlen auf dem Nil schnüren, gibt es nur wenige Dahabiyahs.


"Die Goldene"; so hießen auch die schlanken Zweimast Nilsegelschiffe der Sultane und Pashas des 18. und 19. Jahrhunderts, denn um ihre Pracht zu steigern wurden sie den Pharaonen gleich meist mit Goldfarbe gestrichen.


Sie waren das bevorzugte Beförderungsmittel der 167 Wissenschaftler, die Ende des 18. Jahrhunderts mit Napoleon durch das Land zogen, um die pharonische Hochkultur zum Ruhme der Grande Nation auszugraben.

Später folgten Abenteurer und Schriftsteller, die an Bord einer Dahabiyah Ägypten weit komfortabler und viel geruhsamer entlang dem Nil erforschten. Thomas Cook, der Erfinder der Pauschalreise, organisierte seine ersten Gesellschaftsreisen den Nil entlang mit den Dahabiyahs.


Schöner kann man den Nil, die Lebensader Ägyptens, nicht erleben.

Wir erhalten auf dieser Reise Eindrücke über das Leben der Menschen am Flußufer, besichtigen bedeutende Tempelanlagen und genießen die Naturschönheiten dieser Landschaften mit der dahinter liegenden Wüste.


Zeitlos, ohne jede Hektik kommt uns die Segelfahrt in kleiner Gruppe vor, wenn wir gemächlich und ruhig den längsten Strom der Welt befahren und die Wiege der Zivilisation von einer ganz besonderen Seite kennen lernen.


Wie in Zeitlupe gleitet die Dahabiyah die Landschaft vorbei. Auf dieser Fahrt der etwas anderen Art begegnen wir den Menschen, die von und mit dem Fluss leben, sowie der einzigartigen Kultur zu beiden Seiten des großen Stromes.


Dahabiyahs legen auch dort an, wo die großen Kreuzfahrt-Schiffe vorbeifahren müssen, und wir werden vieles sehen und erleben, was bei keiner anderen Reiseart zu vermitteln ist. Ruhe und Gelassenheit bestimmen die Atmosphäre an Bord.

Da ist der Alltag vom ersten Moment an ganz, ganz fern. Unvergessliche Sonnenuntergänge, Lagerfeuer und ein grandioser Sternenhimmel schüren das Gefühl des Besonderen.



Reiseverlauf:

 

1.Tag:

Abflug von Frankfurt nach Kairo, der Hauptstadt Ägyptens. Transfer zum Hotel. Hotelbezug für 2 Nächte.


2.Tag:

Fahrt nach Memphis (UNESCO-Weltkulturerbe), der Hauptstadt Ägyptens im Alten Reich. Besichtigung des Alabaster-Sphinx von Thutmosis III und der liegenden Kolossalstatue von Ramses II. Weiter nach Sakkara,  der bedeutenden altägyptischen Nekropole am westlichen Nilufer, ca. 20 km südlich von Kairo. Rundgang durch die Begräbnisstätte mit der Djoser-Stufenpyramide und den Grabanlagen hoher königlicher Beamten. Am Nachmittag Fahrt nach Gizeh zu den drei weltberühmten Pyramiden mit der Sphinx (UNESCO-Weltkulturerbe).


3.Tag:

Nach dem Frühstück Besuch des ägyptischen Nationalmuseums, das weltweit größte Museum für altägyptische Kunst mit der reichhaltigsten Sammlung aus verschiedenen Epochen der ägyptischen Kulturgeschichte. Anschließend Fahrt nach Alt-Kairo, dem von Kopten bewohnten Viertel. Besuch der Hängenden Kirche, die über einem Torhaus der römischen Festung Babylon gebaut ist, der St. Sergius-Kirche, die älteste Kirche Kairos, der St. Barbara-Kirche aus dem 7. Jahrhundert und der Ben Ezra-Synagoge. Die Synagoge ist bekannt für ihren Genisafund aus dem 19. Jahrhundert, bei der rund 200.000 Manuskripte auf Hebräisch, Aramäisch und Judäo-Arabisch entdeckt wurden. Flug mit Egypt Air nach Luxor. Transfer zur Dahabiyah. 7 Übernachtungen an Bord.


4.Tag:

Heute Besuch des riesigen Areals vom Karnak-Tempel (UNESCO-Weltkulturerbe), eines der prächtigsten Heiligtümer der Weltgeschichte und des Luxor-Tempels (UNESCO-Weltkulturerbe) aus dem Neuen Reich in der Stadtmitte. Der Luxor-Tempel war dem Gott Amun, seiner Gemahlin Mut und ihrem gemeinsamen Sohn, dem Mondgott Chons, geweiht.


5.Tag:

Am Morgen setzen wir zur Nekropole von Theben (UNESCO-Weltkulturerbe) auf das westliche Nilufer über. Schon aus der Ferne begrüßen uns die Kolosse von Memnon, welche die letzten Reste des Gedächtnis-Tempel Amenophis sind.

Im Tal der Könige ließen die Pharaonen ihre Gräber in die Felsen einhauen, um sie vor den Räubern zu schützen. Besuch ausgewählter Grabanlagen, die mit ihren Malereien Einblick in die Jenseitsvorstellungen der Pharaonen gewähren.

Weiter besichtigen wir den Terrassentempel, erbaut von der Königin Hatschepsut zur Verrichtung der Gottesdienste, die ihr im Jenseits nützlich sein sollten. Im 3. Jahrhundert n. Chr. ließen sich hier christliche Mönche nieder und gründeten ein Kloster. Koptische Zeichen und Inschriften befinden sich in manchen Kammern auf der obersten Terrasse. Rückfahrt zur Dahabiyah.

Nach dem Mittagessen kreuzt unsere Dahabiyah stromaufwärts. Wir genießen die vorbeiziehende Nillandschaft vom Sonnendeck aus. Bei Esna durchfahren wir die große Schleuse.


6.Tag:

Nach dem Frühstück segeln wir weiter nach Edfu (je nach Windstärke).

Vom Bord genießen wir die Stille der Ruhe vorbei an kleine Dörfer. Besichtigung des Tempels vom falkenköpfigen Sonnengottes Horus von Edfu. Rückfahrt mit der Kutsche zur Dahabiyah.


7.Tag:

Morgens fahren wir mit unserer Dahabiyah stromaufwärts nach Kom Ombo. Vom Sonnendeck aus genießen wir die besonders schöne Landschaft Oberägyptens. Besichtigung des direkt am Nil gelegenen Doppeltempels von Sobek und Haroëris.


8.Tag:

Morgens kommen wir in Assuan an, die schönste und malerischste Stadt Ägyptens. Fahrt mit einem Segelboot (Felukka) am Nil. Besichtigung des Botanischen Gartens mit vielen exotischen tropischen und subtropischen Pflanzen aus Asien und Afrika. Vom Segelboot aus genießen wir die Aussicht auf das Aga-Khan-Mausoleum und die Insel Elephantine mit den Überresten der antiken Siedlung.

Mittags besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an dem fakultativen Ausflug mit einem Motorboot durch das Nil-Naturschutzgebiet, Heimat vieler Zugvögel, zu einem nubischen Dorf bei Assuan. Anschließend Bummel durch den bunten Basar.


9.Tag:

Der Tag steht zur freien Verfügung. Ich empfehle Ihnen, den Ausflug durch die nubische Wüste zu den versetzten Tempeln von Abu Simbel (UNESCO-Weltkulturerbe) mit den Kolossalstatuen von Ramses dem Großen zu unternehmen. Die Felsentempel sind die größten ihrer Art in ganz Ägypten und liegen etwa 280 km südlich von Assuan. 


10.Tag:

Mit dem Bus fahren wir zum Unvollendeten Obelisken, ein riesengroßer halbfertiger Obelisk 41 m lang, 4 m breit. Besonderes Interesse verdient dieser Obelisk, weil er aufzeigt, wie die alten Ägypter an diesem Monolithen gearbeitet haben. Mit einem Motorboot erreichen wir die Agilkia Insel, die den Tempel und die Monumente Philaes (UNESCO-Weltkulturerbe) umrahmt, die wegen Überschwemmung dorthin versetzt wurden. Im 6. Jahrhundert unter Kaiser Justinian wurde der Säulensaal des Hauptheiligtums dem heiligen Stephanus geweiht und zu einer christlichen Kirche umgestaltet. Griechische Inschriften und große koptische Kreuze in den Säulen erinnern daran.

Fahrt zum Assuan-Staudamm, der im Jahr 1902 von den Engländern errichtet wurde. Weiter zu dem Hochdamm, einer der größten Staudämme der Welt.

Anschließend Fahrt zum Flughafen. Flug mit Egypt Air nach Kairo zurück. Hotelbezug am Flughafen für eine Nacht.


11.Tag:

Abschied von Ägypten. Morgen Rückflug nach Frankfurt.



Änderungen im Reiseverlauf und Streichung von Besichtigungspunkten aus organisatorischen Gründen bleiben ausdrücklich vorbehalten!